Tauchurlaub 2006

Pula/Kroatien
19.8. - 26.8.2006

Zurück zur Übersicht Zu den Bildern
Am Samstag, den 19.8.2006 hat mich der Wecker um 02.30 Uhr aus dem Schlaf gebimmelt. Petra hat sich nach ihrem Dienst beim Robbie Williams-Konzert im Ernst-Happel-Stadion auch noch per Handy erkundigt, ob ich aufgestanden bin und nach einer kalten Dusche war ich endgültig munter. Nach und nach hatte ich meine Sachen - viele Taschen, Tauchanzug, Flossen, Kühltasche usw. - endlich in meinem Hupfi (ein Mazda 121) verstaut und um 03.30 Uhr fuhr ich los.
Die Fahrt bis Spielfeld verlief ohne besonderes Highlight und war bei der Ausreise auch keine Wartezeit zu verzeichnen. Richtung Norden staute es sich trotz der frühen Stunde allerdings einige Kilometer zurück.
Bei Ljubljana hatte ein Sattelschlepper offenbar kurz vor mir einen Unfall, weil die Mittelleitschiene auf einigen Metern ziemlich ramponiert war, Dreck und Erde auf der Fahrbahn lagen und der LKW selbst hing ziemlich schief im Graben. Die beiden Insassen standen mit etwas verdutzten Gesichtern vor ihrem Fahrzeug und warteten auf Hilfe. Verletzt dürften sie sich bei ihrem Ausritt aber nicht haben. Der Grenzübertritt von Slowenien nach Kroatien war kein Problem, da kaum Autos unterwegs waren. Bis kurz vor Pula kam ich recht gut voran, allerdings ging dann nichts mehr. Von allen Seiten schienen Millionen Autos gleichzeitig in alle Richtungen fahren zu wollen und so dauerte es bis 12 Uhr, bis ich in unserem Quartier im kleinen Ort Kastanjez gelandet bin. Dort wurde ich bereits von meinem Bruder Hellmut, seiner Freundin Anita und deren Neffen Gergely erwartet.
Nach einer ausgiebigen Stärkung habe ich mein Zimmer im geräumigen Appartement bezogen. Uns stehen insgesamt 4 Schlafräume, 3 Bäder und eine Wohnküche samt Balkon zur Verfügung.
Gegen 14.30 sind mein Neffe Florian und seine Freundin Christine angekommen. Die armen mussten die Bergung des verunglückten Sattelschleppers im Stau abwarten.
Um 17 Uhr haben wir uns mit Fritz, meinem Tauchlehrer, im Lokal des Campingplatzes Indie getroffen. Die Tauchbasis befindet sich im Areal des Campingplatzes. Nachdem alle Unklarheiten betr. des weiteren Verlaufes unseres Tauch-Aufenthaltes beseitigt waren, haben wir noch eine Runde durch den Ort gedreht. Außer einigen Campingplätzen, einem kleinen Supermarkt und einem Lokal gab es nicht viel zu sehen.
Zurück im Quartier wurde ein mehr oder weniger kleiner Imbiss genossen, die Tauchutensilien für den nächsten Tag hergerichtet und um 21.15 Uhr bin ich erschöpft ins Bett und in einen traumlosen Tiefschlaf gesunken.
Das Wetter präsentiert sich warm, aber bewölkt mit Regentropfen zwischendurch.

Am Sonntag bin ich total ausgeschlafen und relaxt um 7 Uhr munter geworden, die anderen hat der Wecker um 7.30 Uhr aus dem Schlaf geholt.
Um 9.15 Uhr haben wir uns bei der Tauchbasis eingefunden. Fritz hat mich allein ins Wasser geschickt, um herauszufinden, ob die Bleimenge die Richtige ist. Es kam, was kommen musste - ich war total überfordert und geriet immer mehr in Panik. Als ich dann auch noch eine Flosse verlor, war es um meine Ruhe geschehen. Nun musste Fritz doch ins Wasser. Gemeinsam haben wir dann die richtige Menge Blei gefunden. Wir mussten einige Zeit auf das Tauchboot warten und dann konnte es losgehen. Wir fuhren nur ein kurzes Stück und dann habe ich mich todesmutig und voll adjustiert rücklings ins Wasser fallen lassen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat mich Fritz bis auf 18,4 Meter gebracht. Obwohl ich schwer mit mir und meiner Ausrüstung beschäftigt war, konnte ich doch zahlreiche Fische, Krebse und Schnecken bewundern und die bunte Farbenvielfalt unter Wasser betrachten. Nach 44 Minuten war mein erster Tauchgang im großen weiten Meer zu Ende.
Nach einem schnellen Mittagessen ging es recht bald erneut unter Wasser. Ich tauchte kopfüber ab und hantelte mich entlang der Ankerleine hinunter. Fritz hat mich durch 2 Grotten geführt und diesmal waren wir 19,8 Meter tief. Durch die mangelhafte Ausbildung (näheres dazu in "Bini's Tauch-Tagebuch") gepaart mit meiner Unerfahrenheit bin ich unkontrolliert zur Wasseroberfläche aufgestiegen, wo mich Fritz wieder gefunden hat. Oh Schreck!!! - ich musste ohne Ankerleine abtauchen, das Schiff war ja weit weg. Nach einigen Versuchen hatte ich den Dreh heraus und es konnte weitergehen mit meiner Erforschung der Unterwasserwelt. Die zahlreichen Fische werden sich wohl ein bisschen über mich gewundert haben. Das Abnehmen der Maske unter Wasser hat mir keine Probleme bereitet, bis auf den Umstand, dass ich dabei eine meiner Kontaktlinsen verloren habe. Wieder zurück an Land habe ich mich mit Marmeladepalatschinken belohnt. Die restliche Familie war mit einem anderen Boot Wrack-Tauchen und sind ebenfalls bald zurückgekommen. Nachdem das Equipment versorgt war, sind wir ins Quartier zurückgefahren und haben uns erstmal ordentlich gestärkt. Christoph, mein zweiter Neffe, ist um 20.30 Uhr angekommen und hat sich sofort über die Köstlichkeiten im Kühlschrank hergemacht. Ich bin um 22 Uhr schlafen gegangen, denn die Taucherei ist schon anstrengend.
Auch heute war das Wetter warm, aber bewölkt und immer wieder fielen Regentropfen auf uns.

Am Montagmorgen waren gegen 8 Uhr alle munter und wir sind um 9.30 Uhr bei der Tauchbasis eingetroffen. Um 10 Uhr fuhr das Boot mit uns los und der Tauchgang mit Fritz führte mich bis in eine Tiefe von 27,4 Metern. In dieser Tiefe merkt man schon, dass es kalt und kälter wird, obwohl mein Tauchanzug 5 mm aufweist und aus zwei Teilen besteht, hab ich ein bisschen gefroren. Aber allzu lange sind wir sowieso nicht in dieser Tiefe geblieben. Nach 44 Minuten waren wir wieder zurück am Boot. Mittlerweile haben sich die Wolken zu einem Gewitter entwickelt und es schüttet, blitzt und donnert.
Im Lokal hat mir Fritz eröffnet, dass ich meine Freiwasser-Tauchgänge bestanden hätte und nun ein Open Water Diver sei. Den theoretischen Teil der Ausbildung würden wir in Wien nachholen. Christoph musste am Nachmittag einen Ausbildungstauchgang absolvieren, wir anderen haben gestreikt.
Anita, Hellmut und ich sind nach Pula gefahren, haben die Marina besichtigt, das Amphitheater erkundet und reichlich Nachschub von Essbarem eingekauft. Anita hat uns mit Spaghetti Bolognese bekocht und nach dem Essen wurden die Geburtstagskinder noch einmal gefeiert und gemeinsam eine Torte verspeist. Unglaublich, wie viel Geschirr und Gläser 7 Personen im Laufe eines Tages anpatzen können. Aber um 23 Uhr war alles abgewaschen und kurz danach bin ich ins Bett gefallen.

Der Dienstag begann so gegen 8 Uhr und wieder sind wir gegen 9.30 Uhr bei der Tauchbasis gewesen. Mein heutiger Tauchpartner ist Robbie von der Tauchbasis und um 10 Uhr ging es los. Dieser Tauchgang war mein bisher schönster. Ich war total entspannt und konnte zum ersten Mal wirklich fühlen, wie schön Tauchen sein kann. Wir tauchten bis 22,1 Meter. Gegen Ende des Tauchganges - während des Safety-Stopps in 5 Metern - hat Robbie eine Muschel aufgeschlagen und wir beiden haben damit Fische gefüttert. Das war ganz witzig, zumal die Fische mir zweimal die Muschelhälfte aus den Fingern gerissen haben. Unglaublich, welche Kräfte so kleine Tiere entwickeln können. Nach 51 Minuten war mein Luftvorrat jedoch schon reichlich dezimiert und ich musste aus dem Wasser.
Wir fuhren zurück ins Quartier und haben die restlichen Nudeln vom Vortag der Vernichtung zugeführt. Die anderen sind am Nachmittag nicht Tauchen gegangen, ich wollte es aber genau wissen und habe mit Igor, der ebenfalls bei der Tauchbasis beschäftigt ist, einen Tauchgang unternommen. Der Tauchplatz hat mir aber nicht sehr gefallen, die Sicht war schlecht und außer leeren Flaschen und Gläsern, einer mit Muscheln bewachsenen Bratpfanne und einem rosa Badeschlapfen war auch nichts Lohnendes zu sehen. Die Tauchtiefe betrug 21,1 Meter und nach 44 Minuten kletterte ich zurück aufs Boot.

Christoph, der bei der Basis auf seine Instruktionen zum bevorstehenden Night-Dive wartete, hat mir mit meinem Equipment ein bisschen geholfen und dann bin ich zurück ins Quartier gefahren. Da alles schläft, habe ich meine Videokamera gepackt und bin in die Bucht hinunter spaziert. Dort konnte ich einen wunderbar kitschigen Sonnenuntergang erleben.
Nach einer hitzigen Debatte mit Hellmut bin ich gegen 22 Uhr schlafen gegangen, während er und Anita aufgebrochen sind, um Anitas Nichte Nori von einer Fähre abzuholen.
Heute präsentierte sich das Wetter sonnig und warm.

Da ich einen tauchfreien Tag genießen wollte, bin ich am Mittwoch erst um 10 Uhr aufgestanden. Den Vormittag habe ich irgendwie vertrödelt und am Nachmittag habe ich einen Ausflug gemacht. Zuerst bin ich nach Medulin gefahren. Ich war ziemlich überrascht, dort einen Sandstrand vorzufinden, der ähnlich wie in Italien in einer Lagune ist und man recht lange gehen muss, bis man richtig schwimmen kann. In einem Lokal an der Promenade habe ich mir eine Stärkung gegönnt und dann bin ich weiter gefahren.
Mein nächster Halt war Pomer. Der Ort an sich gibt nichts her, hat aber eine recht nette Marina, wo ich mir ein Cola gekauft und den Blick auf die vielen Yachten genossen habe.
Von dort fuhr ich weiter nach Premantura. Während meines Bummels durch den kleinen Ort habe ich ein Internetcafe gefunden, wo ich die Meldung, dass Natascha Kampusch (das Mädchen wurde vor mehr als acht Jahren als 10-jährige in Wien entführt und bis zu diesem Mittwoch in Strasshof in einem Kellerverlies gefangen gehalten) die Flucht gelungen ist, mit Freude und Überraschung gelesen habe.
Kurz nach 19 Uhr trafen wir uns alle im Quartier und zum Abendessen haben wir Spaghetti Carbonara gekocht.
Da ich schon den ganzen Tag im linken Ohr Schmerzen verspüre, bin ich mit ein paar Schmerztabletten bald im Bett verschwunden.
Das Wetter heute war heiß und fast wolkenlos.

Nach einer ziemlichen schlaflosen Nacht aufgrund meiner Ohrenschmerzen habe ich Florian am Donnerstag gebeten, meinen bereits fixierten Tauchgang abzusagen. Wir haben Christoph verabschiedet, weil er heute Abend wieder arbeiten muss und gegen 10 Uhr die Heimreise angetreten hat und ich bin mit Hellmut und Anita nach Pula gefahren. Zuerst haben wir am Flugplatz gefragt, ob es eine Möglichkeit gibt, von Mali Losinj einen Reisepass nach Pula zu bringen, weil Nori den ihren dort vergessen hat. Da es keine diesbezügliche Flugverbindung gibt, sind wir unverrichteter Dinge nach Pula zurück gefahren und konnte ich mit treuherzigem Blick eine Apothekerin dazu bewegen, mit Ohrentropfen mit Antibiotika zu geben. Nach einem neuerlichen Großeinkauf sind wir relativ knapp zurückgekommen, aber der Tauchgang - leider nicht mit mir - konnte wie geplant stattfinden.
Ich habe den Nachmittag dazu benützt, Urlaub zu machen - das heißt, ich habe geschlafen. Die Tropfen samt Tabletten wirken leider noch nicht, aber das Abendessen in Form von Cevapcici und faschierten Laibchen mit Erdäpfelpüree und Tomatensalat mit Kernöl hat mich ein wenig abgelenkt. Nach dem Essen haben wir uns einige Unterwasservideos angeschaut und gegen Mitternacht kehrte Ruhe ein.
Auch heute war es warm und fast wolkenlos, am Abend konnten wir über dem Meer entferntes Wetterleuchten sehen.

Am Freitag hat mich um 6 Uhr ein Gewitter geweckt. Naja, wenn ich schon munter bin, kann ich mir gleich Ohrentropfen verpassen. Gedacht - getan. Und kurz darauf war ich wieder im Tiefschlaf. Um 8.30 Uhr bin ich aufgestanden, aber auch heute war an Tauchen nicht zu denken, obwohl sich meine Beschwerden merklich gebessert haben. Aber wenn die Ohren Probleme machen, klappt es nicht mit dem Druckausgleich unter Wasser und das kann zu gröberen Verletzungen des Trommelfells führen. Somit habe ich die Zeit genutzt, meine Tauchutensilien ins Auto zu packen, während die anderen ihren Tauchgang absolviert haben. Die Taucher hatten unter Wasser mit einigen Verständigungsproblemen und Missverständnissen zu kämpfen, die aber anschliessend ausdiskutiert und bereinigt werden konnten. Der Nachmittag wurde ganz unterschiedlich genutzt. Sonnen, Schlafen, die neuesten Fotos betrachten oder einfach nichts tun war die Devise. Während Florian und Christine sich auf ihren Nachttauchgang vorbereitetet haben sind wir anderen gegen Abend nach Pula gefahren.
Das Konzert einer kroatischen Band im Amphitheater und der Freitagabend an sich ließ viele Menschen in die Stadt strömen und führte so zu einem enormen Fußgänger- und Fahrzeugverkehr. Wir bummelten ein bisschen durch die Altstadt und waren zum Abschluss des Abends Eis essen. Gegen 23 Uhr waren wir wieder zurück und kurz danach sind auch die Nachttaucher eingetroffen. Nach dem gegenseitigen Austausch der Neuigkeiten lagen alle gegen 00.30 Uhr in ihren Betten.
Heute war das Wetter nur mäßig warm, wechselnd bewölkt und am Abend eher kühl bei nur 20 Grad.

Der Samstag begann gegen 8 Uhr und ich habe meine Habseligkeiten gepackt und mein Auto beladen. Nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen und gegen 10 Uhr fuhr ich los. Für die ersten 100 Kilometer brauchte ich fast 2 Stunden und ich war schon nahe dran, umzukehren, weil das Quartier sowieso bis Sonntag gebucht war. Kurz vor Buje kam der Verkehr ganz zum Stillstand und ich habe - nach einem kurzen Blick auf die Straßenkarte - die Schnellstrasse verlassen und bin über Nebenstrassen zum Grenzübergang Dragonje gefahren. Nach 30 Minuten Wartezeit war ich in Slowenien und nach kurzer Zeit auf der Autobahn, wo es zügig voran ging. Allerdings nicht sehr lange. Einige Kilometer vor Ljubljana überholte mich ein Kastenwagen. Plötzlich staubte es gewaltig - ca. 300 Meter vor mir -und ich dachte mir "Sch…., ein Felssturz" und bremste. Ich schaute genauer und sah den Kastenwagen, der mich eben überholt hat, durch die Luft fliegen, auf die Fahrbahn aufschlagen und zwei Überschläge machen. Ich machte eine Vollbremsung und habe gehofft, dass es sich ausgeht und mir hinten niemand auffährt. Dann stand ich halb am Pannenstreifen und überlegte den Bruchteil einer Sekunde, was ich machen soll. Ohne weiter nachzudenken schnallte mich ab, stieg aus, versperrte mein Auto und lief nach vorne. Die beiden Autos vor mir konnten ebenfalls rechtzeitig anhalten und die Insassen liefen ebenfalls zum Unfallauto. Wir bemerkten, dass eine Flüssigkeit ausläuft und dass einer der beiden Verunfallten selbst das Fahrzeug verlassen konnte. Allerdings war er am ganzen Körper aufgeschlagen, blutete aus zahlreichen kleineren Wunden und hatte eine schwere Verletzung an der linken Hand. Ich kümmerte mich um ihn, versuchte, ihn von der Fahrbahn wegzubringen.
Der zweite war im Fahrzeug eingeklemmt und schrie fürchterlich. Die Männer konnten unter Zuhilfenahme von Wagenhebern den Mann befreien. Da es sich um ein Montagefahrzeug gehandelt hat, sind bei dem Unfall zahlreiche Werkzeuge durch das Fahrzeug geschleudert worden und dürfte sich der Mann, der eingeklemmt war, dabei die Finger der linken Hand zum Teil abgetrennt bzw. aufgerissen haben, die von den Fingern nur mehr Fetzen zu sehen waren. Ich habe noch nie zuvor jemanden derart bluten gesehen. Da wir alle miteinander nicht wirklich versiert waren im Umgang mit solchen Verletzungen, war unsere größte Sorge, dass dieser Mann verbluten könnte. Mittlerweile waren ca. 6 Autos stehen geblieben und wir verwendeten unser ganzes Verbandszeug, um die Blutung an seiner Hand irgendwie zu stillen.
Die telefonisch verständigte Ambulanz brauchte ca. 20 Minuten und kam auf der Gegenfahrbahn. Somit musste die Notärztin erst unter Lebensgefahr die Fahrspuren der Gegenfahrbahn überqueren, ehe sich sie um die beiden Verletzten kümmern konnte. Da ich nichts zum Unfallhergang sagen konnte und die beiden Verletzten in guter Obhut wusste, habe ich meine Fahrt fortgesetzt.
Nach ein paar Kilometern befand sich eine Raststätte und ich wollte mich von dem Schrecken ein bisschen erholen. Erst beim Aussteigen bemerkte ich, das mein Leiberl ziemlich blutig war und so ging ich mich zuerst waschen und umziehen. Ich bestellte mir anschliessend ein Cola und dann musste ich erst einmal telefonieren. Der Schreck und Schock kam erst jetzt so richtig durch. Mir wurde schlecht, die Knie schlotterten und ich war fix und fertig. Nach einer Pause von ca. 45 Minuten und aufmunternden Worten von Susi, der ich das eben Geschehene per Handy erzählt hatte, wurde ich etwas ruhiger und konnte weiter fahren. Allerdings sehr bedacht, auf noch mehr Abstand zum Vordermann und immer die Bilder des Unfalles vor Augen.
In Spielfeld stand ich eine knappe Stunde im Stau und kurz nach 17 Uhr habe ich mich mit Walter bei der Autobahnabfahrt Lassnitzhöhe getroffen. Auch ihm musste ich das Erlebte erzählen und dann bemerkte ich, dass ich enormen Hunger hatte. Wir haben gut gegessen, ein wenig geplaudert und danach ging es mir relativ gut. Um ca. 19.30 Uhr brach ich auf und nahm die restlichen Kilometer in Angriff.
Ab Grimmenstein wurde es allerdings mehr als mühsam. Ich war müde, erschöpft, hatte niemanden zum reden und nur mehr einen Wunsch - Ich will heim!!!

Um 21.30 Uhr habe ich mein Auto abgestellt, wie in Trance ausgeräumt und anschliessend ausgiebig geduscht. Die schrecklichen Bilder des Unfalles bekam ich dadurch allerdings auch nicht aus dem Kopf.

Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals bei Hellmut und Anita für die Einladung zu meiner ersten Tauch-Woche herzlich bedanken.
Zurück zur Übersicht Zu den Bildern